Archiv 2008Alle Beiträge von 2008:__________________________________________________________________ Sojaschulung (Nadine, 03.09.2008) __________________________________________________________________ |
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Ende September hatten wir, die vier neuen Azubis Samantha, Nadine, Camill und Kai, mit unserem Arbeitskollegen, Martin Miersch, eine Sojafeldbesichtigung. Er kümmert sich bei uns speziell im den Sojaanbau und unsere Bauern. Uns Azubis wurde viel von den Sojabohnen und deren Wichtigkeit in unserem Unternehmen erzählt. Aus dieser Besichtigung ist unser erstes Azubi-Projekt zustande gekommen. Nach vielen Stunden des Grübelns und Recherchierens haben wir einen Aushang für die anderen Mitarbeiter gestaltet.
Hier wollen wir euch diese Infos natürlich nicht vorenthalten und euch einen kleinen Auszug unseres Aushangs präsentieren:
Die Sojabohne wird der Familie der Schmetterlingsblütler (Faboideae), aber auch der der Bohnen zugeordnet. Sie enthält einen sehr hohen Gehalt an Eiweiß (ca. 39 %,) und Öl (ca. 17 %). Für das ideale Wachstum der Sojabohne sind die natürlichen Voraussetzungen sehr wichtig. Wir haben den Vorteil, dass die klimatischen Bedingungen bei uns sehr gut geeignet sind, um Soja anzubauen. Wichtig für das Wachstum sind die Knöllchenbakterien, die sich von selbst an den Wurzeln bilden. Diese Bakterien sind für die Bindung von Stickstoff aus der Luft und dessen Umwandlung in pflanzenaufnehmbaren Stickstoff verantwortlich. Ohne Stickstoff erfolgt kein optimales Pflanzenwachstum. Die Sojapflanzen wachsen deutlich langsamer und die Bodenbedeckung erfolgt erst im späten Wachsstadium. Dadurch kann es zu massiven Schwierigkeiten mit Unkräutern kommen. Diese erschweren dann auch die Ernte.Die Bohnen werden im Frühjahr ausgesät und im Herbst geerntet. Bei der Ernte werden die Bohnen gesammelt und der Rest der Pflanze zerhäckselt auf dem Feld zurückgelassen. So dienen die Reste als wertvoller Stickstoffdünger für den Boden, so dass die in der nächsten Anbauphase angebauten Pflanzen besser wachsen können. Um Sojabohnen ernten zu können, brauchen wir erst einmal das Saatgut. Unser Basissaatgut stammt aus Kanada. Die großen Mengen des Saatguts, die für den heimischen Anbau verwendet werden, werden von lizenzierten Saatgutvermehrern gezüchtet und können dann an die Vertragsbauern ausgeliefert werden. Auch unsere Firma gehört zu den lizenzierten Saatgutvermehrern. So können wir sicherstellen, dass unsere Bio-Bauern gentechnikfreies Saatgut erhalten.
Bei der Ernte werden die Sojabohnen mit ganz normalen Mähdreschern geerntet. Dabei wird die Sojabohne von den Hülsen getrennt. Die Bohnen werden gesammelt und zur zentralen Sammelstelle (bei uns ist das die Dachswanger Mühle) gebracht. Die Mähdrescher werden allerdings auch beim Ernten von Mais eingesetzt. Da es beim Mais gentechnisch veränderte Sorten gibt und wir keine Bohnen mit Spuren von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) verarbeiten, ist hier besondere Achtsamkeit geboten. Nicht nur müssen die Mähdrescher und Transportfahrzeuge gründlich gereinigt sein, zur Sicherheit werden die Bohnen bei der Dachswanger Mühle in großen Silos auch gewaschen. Da es sein kann, dass sich dann immer noch GVO- Spuren auf den Bohnen befinden, werden sie in unserer Firma noch einmal in Silos gewaschen und vor dem Verarbeiten in eine „Bohnenwaschmaschine“ transportiert. Wie gesagt, es ist nur ein kleiner Auszug unseres Aushangs, der nicht nur zeigt was alles in der Bohne steckt, sondern auch wie viel Arbeit damit verbunden ist. Wir hoffen, dass ihr jetzt etwas mehr über die Sojabohne erfahren habt.
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